Singend die Welt verändern II – Starke Stimmen – „Berühmte Männer – starke Frauen“

Mittwoch, 09. März 2022, 20 Uhr


Konzerthaus Berlin
Gendarmenmarkt, Berlin, 10117
+ Google Karte

Wer die Welt verändern möchte, braucht eine starke Stimme. Dass auch Frauen eine starke musikalische Stimme hatten und haben, ist in der von den männlichen „Klassikern“ dominierten Musikwelt allerdings leider nach wie vor viel zu wenig bekannt.

Die Werke der allzu jung verstorbenen hochbegabten Lili Boulanger (1893–1918) standen schon mehrfach auf dem Programm der Berliner Cappella. Neben ihrer Vertonung des Psalm 24 bringen wir erstmals auch ihren Psalm 129 zur Aufführung. Dame Ethel Mary Smyth (1858–1944), deren Oper Der Wald und deren Kantate The Prison bereits in unseren Konzerten erklangen, war nicht nur Komponistin, Dirigentin und Schriftstellerin, sondern auch eine leidenschaftliche Mitkämpferin der britischen Suffragettenbewegung. Ihr Messe in D-Dur ist das Hauptwerk des Abends.

Der Tradition unserer Reihe „Berühmte Männer – starke Frauen“ folgend stellen wir den Kompositionen der beiden Frauen wieder das Werk eines berühmten Mannes gegenüber: Das Lacrimosa von Witold Lutosławski (1913–1994), eines der wichtigsten Erneuerer der polnischen Musik, ist das einzig erhaltene Fragment seines früh entstandenen Requiems und fügt sich nahtlos an die Seite der beiden expressiven Psalmen Lili Boulangers.

Übrigens: Lili Boulanger wurde in jenem Jahr 1893 geboren wurde, als Ethel Smyths Messe uraufgeführt wurde. 1913 wiederum – das Jahr, in dem Lili Boulanger als erste Frau den renommierten Prix de Rome gewann – ist das Geburtsjahr Witold Lutosławskis!