Spiegelungen I - Geschwister

Sonntag, 08. November 2020, 20 Uhr


Kammermusiksaal der Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Straße 1, Berlin, 10785
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Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) und seine Schwester Fanny, verheiratete Hensel, (1805 –1847) sind das wohl bekannteste Komponistengeschwisterpaar der Musikgeschichte. Bis zu Fannys Hochzeit 1829 verliefen ihrer beiden Leben quasi parallel. Beide erhielten bei größtenteils denselben renommierten Lehrern eine gediegene musikalische Ausbildung. Fanny jedoch verwehrte die Familie eine öffentliche Karriere als Komponistin, da dies zu jener Zeit als unpassend angesehen wurde. Felix, der eine innige Beziehung zu seiner älteren Schwester hatte und zeitlebens in engem musikalischem, brieflichem und persönlichem Austausch mit ihr stand, ließ zunächst einige ihrer Werke in seinem Namen drucken, bevor er ihr im Jahr vor ihrer beider Tod schließlich seinen „Handwerkssegen“ gab. Von ihrem frühen Tod 1847 schwer getroffen, überlebte er seine Schwester nur um ein halbes Jahr.

Das Konzert „Spiegelungen I“ stellt zwei Werke der beiden Geschwister einander gegenüber: Felix’ 1837 geschaffene Vertonung des Psalms 42 Wie der Hirsch schreit und Fannys Oratorium nach Bildern der Bibel, das sie 1831 etwa im selben Alter wie ihr Bruder als „Cantate für die Toten der Cholera-Epidemie“ komponierte. Darüber hinaus erklingt Felix’ Choralkantate Verleih uns Frieden.